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DESO DOGG
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Wie vielen Rappern, die von der Straße, dem Knast und dem Struggle reden, glaubt man eigentlich die Geschichten, die sie da von sich geben? Wenigen. Bei vielen ist es offensichtlich, dass sie ihre Storys nur erfinden oder maßlos übertreiben. Deso Dogg ist anders. Er weiß wovon er redet, denn er spricht schlicht und einfach von seinem Leben. Und vor allem glorifiziert er das kriminelle Leben nicht, sondern berichtet als authentischer Straßenreporter von den Dingen, die ihn umgeben.
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Berlin und sein soziales Umfeld haben Deso maßgeblich geprägt. Dass es in der Hauptstadt Viertel gibt, die erhebliche Missstände aufweisen, ist keine Frage. Er selbst ist in Kreuzberg geboren, in Charlottenburg, Moabit, Schöneberg und Neukölln aufgewachsen. Stadtteile, in denen Gewalt an der Tagesordnung ist. Auch Deso war früher in einer Gang. Auf den verbrechensgesättigten Straßen Berlins tat er so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Es dauerte natürlich nicht lange, bis das auch die Gesetzeshüter mitbekamen. Gerade war er seit einem Jahr wieder aus dem Gefängnis draußen, da wurde die Bewährung widerrufen. Es musste so kommen, wie es kommen musste. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und sonstige Delikte gingen irgendwann nicht mehr an der Polizei vorbei und so hieß die vorübergehende End-Station erst einmal JVA Berlin, Tegel. Deso wanderte zwischen mitte der neunziger jahre bis mitte 2004 immer wieder in den Knast.
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2002 arbeitete er mit dem ehemaligen Da Fource-Mitglied Charnell an seinem zweiten Standbein und gründete schließlich die 030 Gangxta Clicc. Aus dem offenen Vollzug heraus nahm er mit der Crew zwei Mixtapes auf und veröffentlichte seine ersten Sachen. Bekanntlich zerstritten sich die Betreiber des damaligen Labels PX Records irgendwann und die Gangsta Clicc ging nach viel Stress und Unstimmigkeiten getrennte Wege. Auf einer Silvesterparty lernte Deso dann Montana (Montana Beats) kennen. Deso erzählt ihm, dass er auf Labelsuche ist. Montana gab ihm den Tip weiterhin seine Texte zu lernen, sein Können auszubauen und seinen Flow zu schulen. „Er sagte: Wenn du denkst dass du so weit bist, melde dich bei uns.“ Das war, als sich das Label Streetlife Entertainment noch im Aufbau befand.
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Durch einen Regelverstoß landete Deso schließlich erneut im geschlossenen Vollzug. Erst jetzt wurde er sich mehr und mehr über sein Leben bewusst. Er hatte viel Zeit zum Nachdenken und sah es deutlicher denn je, dass er auf dem besten Weg war, sein Leben wegzuwerfen. Als er endlich aus dem Gefängnis kam, traf er Montana gemeinsam mit Dean Dawson wieder. Er zeigte ihnen sein neues Material. Dean Dawsons und Montanas harte, aber fürsorglich gemeinten Worte „wenn du draußen bleibst, können wir bei Streetlife was machen“ nahm Deso sehr ernst. Auf der DMX-Tour, die von dem Label organisiert wurde, sollte er sein Können unter Beweis stellen. Aber manchmal passieren Dinge im Leben, die man nicht selbst beeinflussen kann. Nach drei Jahren Knast ist es für den Berliner schwer, mit der Welt draußen klarzukommen. Er wird von der Polizei observiert und trägt täglich die Gewissheit in sich, dass jeder seiner Schritte verfolgt wird. Er ist in seiner eigenen Welt gefangen, bekommt Verfolgungswahn und verkraftet die Probleme nicht, die nach einem so langen Gefängnisaufenthalt bewältigt werden müssen. Die Annäherung an seine Familie verläuft nicht so, wie er sich das vorstellt, schließlich rastet er aus und wird in die Psychiatrie gebracht.

Für Deso bricht eine Welt zusammen. Sein Deal und seine Zukunft stehen auf dem Spiel und die DMX-Tour ist für ihn auch gegessen. Denn letztlich kann das Label bei dem ständig wechselnden Lebensphasen keine musikalische Zukunft planen. „In meiner damaligen Situation wusste keiner, ob ich am nächsten Tag wieder im Knast bin oder tot in der Ecke liegen würde. Wenn ich was erreichen wollte, musste ich mein Leben ändern.“ Deso kann das Berliner Label überzeugen und bekommt seine vielleicht letzte Chance: Streetlife Entertainment gibt ihm die Möglichkeit, bei dem Label zu bleiben.. Er ist dankbar, bereit sich zu ändern und arbeitet von nun an sehr hart an seinem Album.


Hundert Prozent Realität aus Berlin und mindestens genauso viel Stärke und Energie legt Deso Dogg an den Tag. Er hält nichts von Ghetto-Romantik, vielmehr erzählt er authentische Geschichten von dem Leben im Sozialbau-Viertel. Endlich hat er die Möglichkeit seinen Mund aufzumachen und auf die Zustände in diesen Vierteln aufmerksam zu machen. Er wünscht sich, dass aus seinen Fehlern andere vielleicht etwas lernen können oder dass der Hörer merkt, dass es alles andere als cool ist im Knast zu sitzen oder Drogen zu verkaufen. Der Vater zweier Kinder weiß wie jung die jüngsten seiner Zielgruppe sind und ist sich seiner Verantwortung bewusst. Er will ihnen etwas mitgeben. Denn er hat am eigenen Leib erfahren, dass das Leben auf den Straßen alles andere als leicht ist. Viele seiner Kollegen machen ihr Geld und vergessen aber ihren Einfluss. Von Deso könnten sie sich eine Scheibe abschneiden, denn er vergisst nicht, dass man ein bisschen mit Ethik und Scham denken sollte. „Wir sind keine Tiere, wir sind Menschen. Ich will kein Prediger oder der Messias sein, aber schließlich bin ich der Verantwortliche vor Gott.“

Sein Album „Schwarzer Engel“ ist eine schonungslose Abrechnung mit seiner Vergangenheit. Er hat seinen Weg gefunden. Weg von der Strasse durch die Musik. Von Gangsterklischees will er sich fernhalten. Er hat sein ganzes Leben so verbracht, wie andere es von sich in ihren Texten behaupten. Deso will von seiner Vergangenheit wegkommen, andere wollen sich krampfhaft ein solches Image zulegen. Verstehen kann er das nicht. „Da ich auf diese Beats rappe, gehöre ich oberflächlich gesehen zur HipHop Szene. Die Medien sagen, ich sei Rapper; ich sage, ich bin Straßenmusiker.“ Deso Dogg verherrlicht nicht das Leben der Straße, er warnt vielmehr davor. Die Warnung soll sich in die Köpfe der Kids bohren und ihnen Mut geben. Er ist sich seiner Verantwortung bewusst. Schließlich sollte man nicht unterschätzen, wie viel die Jugendlichen aus Texten von Musikern mitnehmen. Gleichermaßen sind seine Texte aber auch ein Aufruf an Rapper und Hörer, das Spiel des Gangster-Rappers nicht so hoch zu preisen.

Gerade aufgrund seiner Vergangenheit sieht er deutlich, dass etwas in Deutschland schief geht. Dieses Bewusstsein und seine Wut kann er nicht einfach aus seiner Musik ausblenden. Deshalb stecken in vielen Tracks auch politische und gesellschaftskritische Aussagen. In dem Titeltrack „Schwarzer Engel“ rappt Deso über geheime Machenschaften und sein Weltbild. Ihn interessiert, welche Männer die Welt regieren, wer dahinter steckt und liest zum Beispiel viel über Freimaurer und die Hintermänner um an mehr Wissen zu gelangen.

Auch das Thema Religion findet in Deso Doggs Musik einen Platz. Für ihn steht der Glaube an erster Stelle. Im Gefängnis, aber auch durch eine Koranschule, hat sich der Glaube mit der Zeit sehr gefestigt. Die Religion gibt ihm Halt, Kraft und Standhaftigkeit, wie man in dem „Soldier-Mutmachtrack“ „Steh auf und kämpfe“ zu hören bekommt, in dem Dogg von „düsteren Menschen“ erzählt und Gott bittet, ihm seine Sünden zu vergeben. Auf einem weiteren Track holt er sich die Unterstützung der Rapperin und Sängerin Saira. Sie rappt über Muslime in Deutschland, HipHop und den Islam. Die zwei verschiedenen Welten führen zu einer Hin- und Hergerissenheit. Weil Deso und Saira eine ähnliche Zerrissenheit empfinden, fanden sie gemeinsam den Weg ins Studio.
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Des weiteren findet man Drama, seinen Bruder Little Deso, Kaisaschnitt und Muroh von Dissput auf dem Album. Jedes dieser Features bedeutet Deso viel. Kaisaschnitt gab ihm die Möglichkeit Beiträge auf drei seiner Alben beizusteuern, jetzt kann er sich revanchieren. In „Innere Stimme“ erzählt Deso von seinen psychischen Problemen der Vergangenheit.
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Härte, Ehrlichkeit und wahre Geschichten – Gefühl, Bewusstsein, Authentizität und Tiefsinn sind wesentliche Merkmale, die man Deso nicht absprechen kann. Die Beats stammen hauptsächlich von dem Top- und Hausproduzenten von Streetlife Entertainment Montana Beats, einer stammt von Düsseldorfs Finest Plattenpapzt. Es wurde ein passendes Klangbild für Deso erschaffen, das nicht tiefsinniger sein könnte. „Die Beats sind sehr deep, düster und hart. Das entspricht genau meinem Wesen. Ich bin eben kein Großstadtjunge, der versucht sich ein Image zu kreieren und zu kaufen.“ Deso ist ein begnadeter Beobachter seiner Umwelt und verpackt die Dinge die ihn bewegen in seine Texte. Und das werden wir auf seinem Debütalbum hören können



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